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![]() Ein ganz normaler, älterer Schlepper? ![]() Naja, fast. Etwas breiter und technisch auf- gerüstet. Hinter den Rundumleuchten sieht man die GPS-Antennen. ![]() Bei der Getreidesaat ![]() ![]() WKM-Gerätertäger bei der Arbeit ![]() Kann man das mit der Hand?
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Unsere Neue Technik - Das Beetverfahren
1985 las ich das erste Mal über das Beetverfahren in der Landwirtschaft. In dem dort beschriebenen Verfahren fuhr man mit relativ leistungfähigen Traktoren bei 2,50 m Spur auch schwerere Geräte wie Kreiseleggen. Schon damals dachte ich mir, daß wir unsere Bodenbearbeitung mit einem solchen System verbessern könnten, allerdings bräüchten wir 3,00 m Spuren, zum einen wegen der benötigten Leistung aber auch, damit die Reihenabstände der verschiedenen Kulturen dazu passt. Heute nennt man das ganze dann "controlled traffic farming". Größere Verbreitung fand es v.a. in Australien, wo mehrere Millionen Hektar auf diese Weise bestellt werden. Aber auch in Europa wird damit experimentiert. Wen es interessiert, der muß mal ein bischen im Internet suchen. Ein interessanter Bericht, auch zu technischen Lösungen, findet sich hier als PDF-Datei (herunterladen kann ein wenig dauern, die Datei ist 7 MB groß). Nachdem ich keine geeigneten Schlepper dafür fand, geriet das dann aber in den Hintergrund. Vor 10 Jahren lief mir dann ein Alter John Deere mit hydraulischen Vorderrad-Antrieb (auch Gummi-Allrad genannt) über den Weg. Diesen kaufte ich auch mit dem Hintergedanken, daß man dort die Vorderachse ohne Probleme verbreitern kann, außerdem gab es diesen Typ auch mit Hinterachspurbreiten von ca. 2,90m. Aber weil das Problem der Pflegearbeiten noch nicht gelöst war, bekam der Schlepper zunächst Terra-Reifen verpaßt und arbeitet so. Vor 5 Jahren hörte ich von Jaap Korteweg in Holland. Der arbeitete mit 3,15 Spur mit einem Fendt-Vario mit Anbauraupen und einem RTK-GPS mit einer Genauigkeit von +/- 2 cm. Damit, das war klar, wird die ganze Sache erst so richtig rund. Bei einem Besuch bei ihm zeigte sich, daß er auch andere Schlepper umgerüstet hatte. Für Pflegearbeiten setzte er umgerüstete Zuckerrübenroder ein. 2007 hörte ich von weiteren Betrieben (u.a. Digni v.d. Dries und Anton van Vilsteren) in Holland, die sich neue Fendt-Varios sowie RTK-GPS beschafft hatten und nun im Beetverfahren arbeiten. Ein Besuch brachte neue Gedanken. Mit 2 Kollegen zusammen wollten wir sowieso ein RTK-GPS-System ausprobieren, um zu sehen, ob wir vor allem bei Möhren die Bearbeitung der Dämme verbessern könnten. Außerdem kauften wir insgesamt 3 WKM-Zuckerrübenroder-Geräteträger. Die Versuche mit dem GPS führten dazu, daß wir und noch ein Kollege jeweils ein Autofarm-GPS-System samt RTK-Station kauften ( mehr Informationen zu Autofarm-Autosteer ). Die Genauigkeit war im letzten Jahr so hoch, daß wir Kohl, den wir 4-reihig gepflanzt haben, 8-reihig hacken konnten. 2008 kauften wir ein weiters System hinzu, so daß wir jetzt mit 2 Schleppern zur gleichen Zeit mit GPS arbeiten können. Zur Zeit sind dafür in unserem Betrieb 4 Schlepper bzw. Geräteträger dafür vorgerüstet. 2009 kauften ein Kollege von mir und ich jeweils einen New-Holland Schlepper 6080. Dieser ist so ausgerüstet, daß er sowohl auf Normalspur als auch mit 3,15 m Spur arbeiten kann (Bilder kommen beizeiten) Normalerweise können wir bei Hackarbeiten den Geräteträger vom GPS-System steuern lassen. der Fahrer übernimmt die Feinsteuerung des Gerätes, das im Zwischenachsanbau hydraulisch seitlich verschiebbar ist. In Holland gibt es noch mehr Initiativen in diese Richtung. So ist in der Zeitschrift Profi Ausgabe 3/2011 ein Artikel über Ted Vaalburg aus den Niederlanden zu lesen, der u.a. ebenfalls ein New Holland 6080 auf 3,12 Spurweite einsetzt. (wird fortgesetzt)
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